Indirektes Grillen ist eine Grillmethode, um Grillgut nicht permanent der heißen Glut oder dem direkten Feuer auszusetzen, denn sonst würde es zu schnell verbrennen, anbrennen oder zu schnell eine viel zu hohe Kerntemperatur (KT) erreichen. Daher legt man sein Fleisch, Fisch, etc. in die indirekte Grillzone um es langsam auf KT ziehen zu lassen.
Viele Anwendungsmöglichkeiten gibt es für das indirekte Grillvergnügen. Unter anderem das Plankgrilling auf Holzbrettern, Drehspießrezepte oder Braten vieler Art. Es gibt auch das Reverse Sear Verfahren, wo Ihr zum Beispiel ein Steak zu erst auf Kerntemperatur in der indirekten Zone ziehen lässt und dann erst über der direkten Hitze scharf anbrät, damit es eine leckere Kruste/Branding bekommt. Auch Rückwärtsgrillen genannt.
Bei einem Gasgrill mit mehreren Brennern wie zum Beispiel den Weber Spirit E320 oder Broil King Monarch erhalten wir eine indirekte Grillzone, in dem wir einfach nur, zum Beispiel bei 3 Brennern, 2 davon ausschalten. Dann haben wir auf der Seite, wo die Brenner ausgeschaltet sind, unsere Indirekte Grillzone. Je nachdem wieviel Temperatur wir benötigen, regeln wir mit dem eingeschalteten Brenner die gewünschte Temperatur nach. Sollte die Temperatur nicht reichen, könnt Ihr natürlich auch den nächsten Brenner niedrig mit laufen lassen.
Bei einem Gasgrill mit 2 Brennern wie dem Weber Spirit E210 schalten wir einfach den linken oder rechten ab.
Wer einen Gasgrill mit nur einem Brenner hat, zum Beispiel den Weber Q1200, kann mit ein paar Tricks auch indirekt grillen. Man muss nur sein aufliegendes Grillgut von der eigentlichen Rosthitze entkoppeln und das geht zum Beispiel mit dem Lämplig Topfuntersetzer und einer Koncisschale aus meinem Ikea Einkaufsführer mit kleiner Roste oben drauf, so liegt das Grillgut nicht direkt auf dem Grillrost, sondern ist entkoppelt. Siehe dazu auch meinen großen Ikea Einkaufsführer.
Die zweite Alternative wäre ein höherliegendes Warmhalterost, doch vorsicht, unter dem Deckel ist meistens die Temperatur höher, da sich hier die Hitze staut.
Wenn Du einen Holzkohlegrill wie zum Beispiel den Weber Mastertouch oder einen Rösle F60 besitzt, dann hast Du noch mehr Möglichkeiten eine indirekte Grillfläche zu schaffen.
Die erste funktioniert mit der Minionring Methode, dort kannst Du in der Mitte des Ringes eine indirekte Zone einrichten für Pulled Pork, Ribs, also für alle Low’n’slow Rezepte.
Die nächste Möglichkeit ist, mit Kohlekörben eine individuelle verschiebbare Zone zu gestalten. Die durchgeglühte Kohle wird in die Körbe geschüttet und dann könnt Ihr diese nach belieben in die Mitte des Rostes schieben um schnell Anzugrillen und dann nach belieben einen Korb heraus zu nehmen und den anderen an die Seite zu schieben. So bist Du relativ flexibel mit der indirekten Zone.Das geht natürlich auch ohne Kohlekörbe, dann müsst Ihr nur mit geeigneten Handschuhen wie zum Beispiel denen von Culinario oder Weber oder mit einer Kohlezange, die Kohlen an die gewünschte Stelle schaufeln.

Die nächste Möglichkeit wäre, auch wenn Du keine Kohlekörbe besitzt, die Kohle an zwei Seiten, zB rechts und links anzuschütten, somit hast Du in der Mitte des Grills eines indirekte Zone errichtet. Zum Beispiel für Gyros ohne Drehspieß.

Ich hoffe ich konnte euch Anschaulich darstellen wie man seinen Grill in eine indirekte Zone einrichtet und würde mich über ein Abo oder ein Like auf meiner Facebookseite freuen.
Bis dahin
Patrick von Beeftastique



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